Systemische Beratung (Modul 2)

Das Konzept der Weiterbildung “Systemische Beratung” in zwei Modulen entspricht den Richtlinien der Systemischen Gesellschaft (SG). In Absprache mit uns können Sie Ihr eigenes indivuelles Ausbildungspaket zusammenstellen. Alle themenzentrierten Seminare des Institutes können auf die Weiterbildung angerechnet werden – das Selbsterfahrungseminar “Familienrekonstruktion 2” ist verpflichtend, hinzu kommen für den Aufbaukurs “Systemische Beratung – Modul 2” noch 2 themenzentrierte Seminare, die unten aufgeführt sind und der Supervisionsblock (5 × 2 Tage).

  • Die einzelnen Seminare werden als offene Seminare angeboten, an denen auch Teilnehmer aus anderen Weiterbildungsgruppen unseres Instituts oder an dem Thema Interessierte teilnehmen können.
  • Die Supervisionstage finden im Rahmen einer geschlossenen Supervisionsgruppe statt.

Leitung:

  • Heidrun Girrulat
  • Prof. Dr. Ruthard Stachowkse

Modul 2 - Systemische Beratung setzt sich aus 2 themenzentrierten Seminaren, die individuell ausgesucht werden können, dem Familienrekonstruktionsseminar und dem Supervisionsblock zusammen

Systemisches Elterncoaching nach Haim Omer
Teil 1 und Teil 2 (2 × 3 Tage)

Das systemische Elterncoaching fördert die positive elterliche Autorität, die sich deutlich von Gewalt und Willkür abgrenzt. Elterncoaching kann eine professionelle Beratungsform sein, in der Mütter und Väter befähigt werden, nach den Prinzipien des gewaltlosen Widerstandes ihre eigene Kraft (wieder) zu entdecken und somit auf das Verhalten ihres Kindes (wieder) Einfluss nehmen zu können.

Elterncoaching ist kein starres Programm. Es richtet sich nach den individuellen Anliegen und Bedürfnissen der Familien und ihren Systemen.
Teil 1: Grundkurs

Datum: 7. bis 9. Dezember 2018 (3 Tage)
Zeiten:
1. Tag: 14.30 bis 19.30 Uhr
2. Tag: 09.00 bis 18.00 Uhr
3. Tag: 09.00 bis 15.00 Uhr

Teil 2: Vertiefung

Datum: 29. bis 31. März 2019 (3 Tage)
Zeiten:
1. Tag: 14.30 bis 19.30 Uhr
2. Tag: 09.00 bis 18.00 Uhr
3. Tag: 09.00 bis 15.00 Uhr

Ort: Lüneburg
Dozent: Heidrun Girrulat

Kosten bei Einzelbuchung: 350,00 €, bei Gesamtbuchung von Seminar 1 und 2
650 ,00€

Familienrekonstruktion – biografische und familiengeschichtliche Reflexion für systemische BeraterInnen und TherapeutInnen (5 Tage)

Das Erlernen einer psychotherapeutischen Methode ist seit Sigmund Freud und Virginia Satir mit dem Anspruch verbunden, Psychotherapieverfahren auch durch eine therapeutische Reflexion der eigenen Biografie und der eigenen Familiengeschichte zu erfahren.

In diesem Seminar haben die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, ihre mehrgenerationale Familiengeschichte in ihrer Bedeutung für die eigene Lebensentwicklung zu betrachten, um so möglicherweise Entwicklungen neu zu verstehen. Dabei werden auch die Einflüsse der zeitgeschichtlichen Faktoren auf die Entwicklung des jeweiligen Systems der Generationen beachtet. Methodisch werden wir die Familienrekonstruktion so anwenden, wie sie von Virginia Satir (in enger Kooperation mit Moreno) entwickelt wurde und die u. a. in dem Buch von Rudolf Kaufmann beschrieben ist.

Datum: 13. – 17. Juni 2018 (5 Tage) oder 26. – 30. Juni 2019 (5 Tage)
Zeiten:
1. Tag: 10.00 bis 18.30 Uhr, abends Triade
2. Tag: 09.00 bis 18.30 Uhr, abends Triade
3. Tag: 09.00 bis 18.30 Uhr, abends Triade
4. Tag: 09.00 bis 18.30 Uhr, abends Triade
5. Tag: 09.00 bis 15.00 Uhr

Ort: Bassum, Tagungshaus „Die Freudenburg“ (Die Übernachtung im Tagungshaus ist verbindlich)
Leitung: Heidrun Girrulat, N.N.
*Seminargebühren inkl. Tagungshauskosten mit Übernachtung im DZ 725,00 €
Hinweis: Dieses Seminar ist nach den Niedersächsisches Bildungsurlaubsgesetz (NBildUG) als Bildungsurlaub anerkannt.

Die Akkreditierung der Veranstaltung bei der Ärztekammer Niedersachsen unter der Veranstaltungsnummer 2760302014208840002 mit 55 Fortbildungspunkten anerkannt und bei der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen zur Akkreditierung angemeldet.

Kindeswohl in Suchtfamilien

In diesem Seminar werden die Möglichkeiten und Grenzen der „Systemischen Therapie (und Beratung)“ im Kontakt zu suchtkranken Familien erarbeitet. Dabei wird der Gedanke, „systemisch zu handeln“, auch durch die Beachtung der Wissensbestände der Bezugswissenschaften umgesetzt.

In den letzten Jahren haben einige Fälle von Kindeswohlgefährdung in suchtkranken Familiensystemen erkennen lassen, welch hohen Risiken diese Kinder ausgesetzt waren. Bei der Analyse der Umstände dieser Kindeswohlgefährdungen ist auch deutlich geworden, wie hoch der gesetzliche (kontextuelle) Anspruch an professionell Tätige ist, die durch einen Versorgungsauftrag mit einem suchtkranken Familiensystem verbunden sind.

Professionelles Handeln im Kontext suchtkranker Familiensysteme verlangt daher, die Mehrdimensionalität des abhängigkeitskranken Familiensystems „systemisch“ zu analysieren und Ressourcen und Risiken zu erkennen – um so das eigene professionelle Handeln auf dieses System auszurichten.

Um diesen hohen Anspruch im professionellen Kontext erfüllen zu können, ist dieses Seminar (auch) für Kolleginnen und Kollegen konzipiert, die in verschiedenen Arbeitsfeldern mit suchtkranken Familien professionell „handeln“.

In diesem Seminar werden inhaltlich die Methoden Supervision, Intervision, Coaching, Fallberatung und Fallanalyse genutzt.

Datum: 6. bis 8. September 2019
Zeiten:
1. Tag: 14.30 bis 19.30 Uhr
2. Tag: 09.00 bis 18.00 Uhr
3. Tag: 09.00 bis 15.00 Uhr

Ort: Lüneburg
Dozent: Ruthard Stachowske

Kosten: 320 €

Systemisches Beratungs-Update

Dieses Seminar richtet sich an TeilnehmerInnen mit systemischer Vorerfahrung. Ziel des Seminars ist es, “Altes” zu vertiefen und mit “Neuen” zu Verbinden und auf die Brauchbarkeit des eigenen professionellen Kontext zu überprüfen.

Termin: 20. bis 21. Oktober 2017
Freitag: 14.30 Uhr bis 20.30 Uhr
Samstag: 09.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Ort: Lüneburg
Dozentin: Heidrun Girrulat
Kosten: 210 €

Interkulturelle Aspekte und die Bedeutung des Kontextes in der Beratung und Therapie

Soziale Einrichtungen erfüllen in aller Regel einen gesetzlichen Auftrag, auch wenn dies nicht alltäglich „bewusst” ist. Damit dieser Auftrag gelingen kann, ist es wichtig, dass die Organisation sozialer Einrichtungen diesem Auftrag entsprechend „bewusst” gestaltet wird. Ebenso wichtig ist es, die Rückkoppelungseffekte dieser gesetzlichen Aufträge zu verstehen und mit diesen bewusst umzugehen – im eigenen Auftrag und in der interdisziplinären Kooperation.

Im Sinne der Kybernetik 2. Ordnung ist es wichtig zu verstehen, ob und wie die biografische Entwicklung des professionell Handelnden mit in diesem Auftrag und den strukturellen Bedingungen korrespondieren versus in Konflikt geraten kann. Auf beiden Ebenen gilt es auch, die multikulturellen Hintergründe und Einflüsse wahrzunehmen.

Datum: 23. – 26. November 2017 (4 Tage)
Zeiten:
1. Tag: 10.00 bis 18.30 Uhr
2. Tag: 09.00 bis 18.00 Uhr
3. Tag: 09.00 bis 18.00 Uhr
4. Tag: 09.00 bis 15.00 Uhr

Ort: Lüneburg
Dozent: Ruthard Stachowske

Systemische Paarberatung und Paartherapie (4 Tage)

Der systemische Ansatz ermöglicht, die Beteiligten in ihren Positionen, ihren Wertesystemen, ihren Lernprozessen und Verhaltensrollen zu verstehen. Dadurch kann der /die PaartherapeutIn die wesentliche Aufgabe leichter erfüllen, nämlich die oft festgefahrenen Konflikte

  • zu entkoppeln
  • zu entmystifizieren und
  • zu positiven Erweiterungen zu führen, die unter dem Gesetz der Achtsamkeit jedem der Beteiligten ein Feld der Entfaltung, der Gerechtigkeit und gegenseitigen Respekts eröffnen.

Der Altmeister des systemischen Ansatzes, Heinz von Förster, lehrte: “Wir finden die Welt nicht, sondern erfinden sie. Wahrnehmen und Erkenntnis sind nicht abbildende, sondern erzeugende Tätigkeiten.”

Datum: 27. – 30.04.2018 (4 Tage)
Zeiten:
1. Tag: 10.00 bis 18.30 Uhr
2. Tag: 09.00 bis 18.00 Uhr
3. Tag: 09.00 bis 18.00 Uhr
4. Tag: 09.00 bis 15.00 Uhr

Ort: Lüneburg
Dozenten: Rudolf Kaufmann, Heidrun Girrulat
Kosten 425 €

Systemische Traumaberatung – Die Folgen von Traumatisierungen im Kontext der systemischen Beratung (3 Tage)

Traumatisierte Menschen haben eigene Überlebensstrategien entwickelt, um erlebtes Grauen zu überstehen. Diese gilt es, in ihrer Funktion und Auswirkung zu verstehen, um ihnen fachlich angemessen begegnen zu können. Das Wissen um Folgen von Traumatisierungen und biografischen Belastungen bietet dem Berater die Basis für eine wertschätzende und verstehende Haltung, die für den Betroffenen einen sicheren Rahmen schaffen kann, der den Aufbau eines positiven Selbstbildes ermöglicht. Die Beschäftigung mit den Ressourcen und Resilienzen der Klienten lassen so ihr Selbstwertgefühl und ihr Selbstbewusstsein wachsen und ermöglichen ihnen, ihr belastendes Verhalten im Kontext seiner Notwendigkeit zu reflektieren und alternative Verhaltensweisen zu entwickeln.

Die BeraterInnen erfahren, was im Kopf und im Körper, insbesondere bei Stress und Trauma passiert. Sie lernen ihre eigenen Stressreaktionen zu verstehen. Hierdurch können sie Verhaltensweisen unter der Perspektive betrachten, dass diese individuell entwicklungsbiologisch hoch sinnhaft sind. Dies gilt sowohl für das Verhalten der traumatisierten Klienten als auch für das Verhalten von nahen Angehörigen bzw. anderer wichtiger Bezugspersonen, KollegInnen und bei sich selbst.

Datum: 22. bis 24. Februar 2019 (3 Tage)
Zeiten:
1. Tag: 14.30 bis 19.30 Uhr
2. Tag: 09.00 bis 18.00 Uhr
3. Tag: 09.00 bis 15.00 Uhr

Ort: Lüneburg
Dozenten: Heidrun Girrulat
Kosten: 350 €

Systemische Therapie (und Beratung) im Zwangs- und Überweisungs-Kontext

Die Termini „Systemische Therapie“ und „Zwangs-Kontext“ wirken wie ein unüberbrückbarer Widerspruch. Gleichzeitig fordern Ansprüche in der Praxis, mit diesem Gegensatz zu leben und in diesem professionell (systemisch) zu arbeiten.

So wird am Beispiel der Arbeitsfelder der TeilnehmerInnen diese „Widersprüchlichkeit“ dechiffriert und hinterfragt. Dieser spezielle Prozess des „Dechiffrierens“ wird am Beispiel von Arbeitsaufträgen der TeilnehmerInnen erarbeitet – so z. B. in der öffentlichen Jugendhilfe, der Erziehungsberatung, der SPFH, im Strafvollzug und z. T. in der Suchttherapie – und mit den Möglichkeiten der Systemischen Therapie und den Bezugswissenschaften analysiert.

Datum: 15. bis 18. November 2018 (4 Tage)
Zeiten:
1. Tag: 10.00 bis 18.30 Uhr
2. Tag: 09.00 bis 18.00 Uhr
3. Tag: 09.00 bis 18.00 Uhr
4. Tag: 09.00 bis 15.00 Uhr

Ort: Lüneburg
Dozent: Ruthard Stachowske
Kosten: 425 €

Dauer des Ergänzungscurriculums: ca. 1 ½ Jahre

12 – 13 Seminartage
10 Tage Supervision
30 Unterrichtstunden Peergruppenarbeit
100 Stunden nachgewiesene Praxis
30 Stunden Literaturstudium
Abschlussarbeit

Supervision hat im Modul 2 einen hohen AusbildungsantelIn allen Seminaren sind praxisrelevante Fallarbeiten und Supervisionen möglich.

Abschluss-Kolloquium für die Weiterbildung Systemische Familienberatung: 1 Tag

Beratungsprozesse vorstellen und darstellen, Evaluation von Beratungsprozessen, Abschiedsritual und Zertifikatsübergabe

Supervision (10 Tage)

In der Supervision wird während der Ausbildungszeit die system­the­ra­peu­­tische Arbeit der TeilnehmerInnen in Exzerpt- und Livesupervisionen durch einen Lehrdozenten super­vidiert.

Intervisiongruppe

In der Intervisionsgruppe findet kollegialer Austausch der Teil­nehmerInnen sowie die Auswertung ihrer systemtherapeu­ti­schen Arbeit statt. Die Intervisionsgruppe soll auch Unterstützung in der persönlichen Entwicklung sein. Gemeinsames Litera­tur­studium fördert die theoretische Diskus­sion und Kompetenz.

Nachgewiesene Praxis

Parallel zur Ausbildung arbeiten die TeilnehmerInnen in ihrer beruflichen ­Praxis laufend mit Familien, Paaren oder anderen Systemen unter Eigen- und Intervisionsgruppen­auswertung. Zum Abschluss der Ausbildung müssen 100 protokollierte systemberaterische Sitzungen nachgewiesen werden.

Abschlussarbeit und Zertifikat

Die Weiterbildung wird mit einer Ab­schlussarbeit und einem nachfolgenden Kollo­quium beendet. Danach erhalten die TeilnehmerIn­nen ein Zertifikat.

Anerkennung durch die Systemische Gesellschaft

Das Institut ImFT ist Mitglied im Dachverband der Systemischen Institute in Deutschland – der Systemischen Gesellschaft (SG). Nach der erfolgreichen Teilnahme an dem Modul 2 besteht für die TeilnehmerInnen die Möglichkeit auch hier ein Zertifikat zu beantragen.

Kontakt ›

Beginn

Es ist ein laufender Einstieg möglich. Bitte sprechen Sie uns an.

  • Supervisionsgruppe Lüneburg Beginn: 16. März 2018
  • Supervisionsgruppe Bremen Beginn 11. August 2017

Lehrgangsgebühren

bei Buchung einzelner Leistungen z. B.

  • Systemische Paarberatung und Paartherapie: 425 €
  • Systemische Traumaberatung: 350 €
  • Systemisches Elterncoaching: 350 €
  • Familienrekonstruktion: 725 € inkl. Kosten für Übernachtung im DZ und Verpflegung im Tagungshaus
  • Supervisionsblock (10 Tage): 950 €

  • plus Kolloquiumsgebühr: 100 € (fällig bei Anmeldung zum Kolloquium)

Kofinanzierung der Lehrgangsgebühren

Sprechen Sie uns bitte an, wir beraten Sie gerne zu möglichen Kostenzuschüssen.

Anrechenbarkeit bei Kombination der Ausbildungen Traumapädagogik und Systemische Beratung

Sie möchten die Ausbildungen Systemische Beratung und Traumapädagogik kombinieren? Einige Module können angerechnet werden, da sich die Inhalte bzw. die Ansätze jeweils decken. Bitte sprechen Sie uns an oder klicken Sie hier für eine Übersicht.

Hier finden Sie uns

IMFT

Das Institut wurde 1996 gegründet, um die Bedeutung der Generationen für die Lebensentwicklung – also “das Früher im Heute” wissenschaftlich begründet zu erklären.
Seit 2002 führen wir systemische Aus- und Weiterbildungen nach den Richtlinien unseres Dachverbandes der “Systemischen Gesellschaft” durch.

Kontakt

ImFT – Institut für mehrgenerationale Forschung
und Therapie GmbH
Heiligengeiststraße 41
21335 Lüneburg

Tel. 04131/2197270
Fax: 04131/2206698
Mobil: 0176/30417944
eMail: info_at_imft.info

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