Systemische Therapie (Modul 3)

Weiterbildung „Systemische Therapie“ als Modul 3 unserer Aus- und Weiterbildungsseminare, auch modular buchbar

Die Systemische Therapie ist im Sinne des Psychotherapeuten-Gesetzes (PsychThG) wissenschaftlich anerkannt und wird im stationären, teilstationären und im ambulanten Bereich von Fachleuten, so z.B.:

  • SozialarbeiterInnen
  • PsychologInnen
  • PsychotherapeutInnen
  • ÄrztInnen
  • Kinder- und JugendlichentherapeutInnen

in ihrer täglichen Arbeit angewandt.

Für diese anspruchsvolle Aufgabe ist das Curriculum mit den Seminar- und Supervisionstagen ausgerichtet. Das Konzept der Weiterbildung „Systemische Therapie“ in drei Ausbildungsabschnitten* entspricht den Richtlinien der Systemischen Gesellschaft.

Details

  • Die einzelnen Seminare werden als offene Seminare angeboten, an denen auch Teilnehmer aus anderen Fortbildungsgruppen unseres Instituts oder an dem Thema Interessierte teilnehmen können. Der Aufbaukurs “Systemische Therapie – Modul 3” setzt sich aus 6 themenzentrierten Seminaren und einem Supervisionsblock (5 × 2 Tage) zusammen.
  • Die Supervisionstage sind für die geschlossene Weiterbildungsgruppe Systemische Therapie konzipiert.
  • Der Einstieg ist mit jedem Einzelseminar möglich.

Die Themen der einzelnen Seminare

Systemisches Elterncoaching nach Haim Omer
Teil 1 und Teil 2 (2 × 3 Tage)

Das systemische Elterncoaching fördert die positive elterliche Autorität, die sich deutlich von Gewalt und Willkür abgrenzt. Elterncoaching kann eine professionelle Beratungsform sein, in der Mütter und Väter befähigt werden, nach den Prinzipien des gewaltlosen Widerstandes ihre eigene Kraft (wieder) zu entdecken und somit auf das Verhalten ihres Kindes (wieder) Einfluss nehmen zu können.

Elterncoaching ist kein starres Programm. Es richtet sich nach den individuellen Anliegen und Bedürfnissen der Familien und ihren Systemen.

Teil 1: Grundkurs

Datum: 7. bis 9. Dezember 2018 (3 Tage)
Zeiten:
1. Tag: 14.30 bis 19.30 Uhr
2. Tag: 09.00 bis 18.00 Uhr
3. Tag: 09.00 bis 15.00 Uhr

Teil 2: Vertiefung

Datum: 29. bis 31. März 2019 (3 Tage)
Zeiten:
1. Tag: 14.30 bis 19.30 Uhr
2. Tag: 09.00 bis 18.00 Uhr
3. Tag: 09.00 bis 15.00 Uhr

Ort: Lüneburg
Dozent: Heidrun Girrulat

Kindeswohl in Suchtfamilien

In diesem Seminar werden die Möglichkeiten und Grenzen der „Systemischen Therapie (und Beratung)“ im Kontakt zu suchtkranken Familien erarbeitet. Dabei wird der Gedanke, „systemisch zu handeln“, auch durch die Beachtung der Wissensbestände der Bezugswissenschaften umgesetzt.

In den letzten Jahren haben einige Fälle von Kindeswohlgefährdung in suchtkranken Familiensystemen erkennen lassen, welch hohen Risiken diese Kinder ausgesetzt waren. Bei der Analyse der Umstände dieser Kindeswohlgefährdungen ist auch deutlich geworden, wie hoch der gesetzliche (kontextuelle) Anspruch an professionell Tätige ist, die durch einen Versorgungsauftrag mit einem suchtkranken Familiensystem verbunden sind.

Professionelles Handeln im Kontext suchtkranker Familiensysteme verlangt daher, die Mehrdimensionalität des abhängigkeitskranken Familiensystems „systemisch“ zu analysieren und Ressourcen und Risiken zu erkennen – um so das eigene professionelle Handeln auf dieses System auszurichten.

Um diesen hohen Anspruch im professionellen Kontext erfüllen zu können, ist dieses Seminar (auch) für Kolleginnen und Kollegen konzipiert, die in verschiedenen Arbeitsfeldern mit suchtkranken Familien professionell „handeln“.

In diesem Seminar werden inhaltlich die Methoden Supervision, Intervision, Coaching, Fallberatung und Fallanalyse genutzt.

Datum: 4. bis 6. August 2017
Zeiten:
1. Tag: 14.30 bis 19.30 Uhr
2. Tag: 09.00 bis 18.00 Uhr
3. Tag: 09.00 bis 15.00 Uhr

Ort: Lüneburg
Dozent: Ruthard Stachowske

Systemisches Beratungs-Update

Dieses Seminar richtet sich an TeilnehmerInnen mit systemischer Vorerfahrung. Ziel des Seminars ist es, “Altes” zu vertiefen und mit “Neuen” zu Verbinden und auf die Brauchbarkeit des eigenen professionellen Kontext zu überprüfen.

Termin: 20. bis 21. Oktober 2017
Freitag: 14.30 Uhr bis 20.30 Uhr
Samstag: 09.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Ort: Lüneburg
Dozentin: Heidrun Girrulat
Kosten: 210 €

Interkulturelle Aspekte und die Bedeutung des Kontextes in der Beratung und Therapie

Soziale Einrichtungen erfüllen in aller Regel einen gesetzlichen Auftrag, auch wenn dies nicht alltäglich „bewusst” ist. Damit dieser Auftrag gelingen kann, ist es wichtig, dass die Organisation sozialer Einrichtungen diesem Auftrag entsprechend „bewusst” gestaltet wird. Ebenso wichtig ist es, die Rückkoppelungseffekte dieser gesetzlichen Aufträge zu verstehen und mit diesen bewusst umzugehen – im eigenen Auftrag und in der interdisziplinären Kooperation.

Im Sinne der Kybernetik 2. Ordnung ist es wichtig zu verstehen, ob und wie die biografische Entwicklung des professionell Handelnden mit in diesem Auftrag und den strukturellen Bedingungen korrespondieren versus in Konflikt geraten kann. Auf beiden Ebenen gilt es auch, die multikulturellen Hintergründe und Einflüsse wahrzunehmen.

Datum: 23. – 26. November 2017 (4 Tage)
Zeiten:
1. Tag: 10.00 bis 18.30 Uhr
2. Tag: 09.00 bis 18.00 Uhr
3. Tag: 09.00 bis 18.00 Uhr
4. Tag: 09.00 bis 15.00 Uhr

Ort: Lüneburg
Dozent: Ruthard Stachowske

Systemische Paarberatung und Paartherapie (4 Tage)

Der systemische Ansatz ermöglicht, die Beteiligten in ihren Positionen, ihren Wertesystemen, ihren Lernprozessen und Verhaltensrollen zu verstehen. Dadurch kann der /die PaartherapeutIn die wesentliche Aufgabe leichter erfüllen, nämlich die oft festgefahrenen Konflikte

zu entkoppeln zu entmystifizieren und zu positiven Erweiterungen zu führen, die unter dem Gesetz der Achtsamkeit jedem der Beteiligten ein Feld der Entfaltung, der Gerechtigkeit und gegenseitigen Respekts eröffnen.

Der Altmeister des systemischen Ansatzes, Heinz von Förster, lehrte: “Wir finden die Welt nicht, sondern erfinden sie. Wahrnehmen und Erkenntnis sind nicht abbildende, sondern erzeugende Tätigkeiten.”

Datum: 27. – 30.04.2018 (4 Tage)
Zeiten:
1. Tag: 10.00 bis 18.30 Uhr
2. Tag: 09.00 bis 18.00 Uhr
3. Tag: 09.00 bis 18.00 Uhr
4. Tag: 09.00 bis 15.00 Uhr

Ort: Lüneburg
Dozenten: Rudolf Kaufmann, Heidrun Girrulat, Ruthard Stachowske

Systemische Traumaberatung – Die Folgen von Traumatisierungen im Kontext der systemischen Beratung
(3 Tage)

Traumatisierte Menschen haben eigene Überlebensstrategien entwickelt, um erlebtes Grauen zu überstehen. Diese gilt es, in ihrer Funktion und Auswirkung zu verstehen, um ihnen fachlich angemessen begegnen zu können. Das Wissen um Folgen von Traumatisierungen und biografischen Belastungen bietet dem Berater die Basis für eine wertschätzende und verstehende Haltung, die für den Betroffenen einen sicheren Rahmen schaffen kann, der den Aufbau eines positiven Selbstbildes ermöglicht. Die Beschäftigung mit den Ressourcen und Resilienzen der Klienten lassen so ihr Selbstwertgefühl und ihr Selbstbewusstsein wachsen und ermöglichen ihnen, ihr belastendes Verhalten im Kontext seiner Notwendigkeit zu reflektieren und alternative Verhaltensweisen zu entwickeln.

Die BeraterInnen erfahren, was im Kopf und im Körper, insbesondere bei Stress und Trauma passiert. Sie lernen ihre eigenen Stressreaktionen zu verstehen. Hierdurch können sie Verhaltensweisen unter der Perspektive betrachten, dass diese individuell entwicklungsbiologisch hoch sinnhaft sind. Dies gilt sowohl für das Verhalten der traumatisierten Klienten als auch für das Verhalten von nahen Angehörigen bzw. anderer wichtiger Bezugspersonen, KollegInnen und bei sich selbst.

Datum: 22. bis 24. Februar 2019 (3 Tage)
Zeiten:
1. Tag: 14.30 bis 19.30 Uhr
2. Tag: 09.00 bis 18.00 Uhr
3. Tag: 09.00 bis 15.00 Uhr

Ort: Lüneburg
Dozenten: Heidrun Girrulat

Systemische Therapie und Beratung im Zwangs- und Überweisungs-Kontext

Die Termini „Systemische Therapie“ und „Zwangs-Kontext“ wirken wie ein unüberbrückbarer Widerspruch. Gleichzeitig fordern Ansprüche in der Praxis, mit diesem Gegensatz zu leben und in diesem professionell (systemisch) zu arbeiten.

So wird am Beispiel der Arbeitsfelder der TeilnehmerInnen diese „Widersprüchlichkeit“ dechiffriert und hinterfragt. Dieser spezielle Prozess des „Dechiffrierens“ wird am Beispiel von Arbeitsaufträgen der TeilnehmerInnen erarbeitet – so z. B. in der öffentlichen Jugendhilfe, der Erziehungsberatung, der SPFH, im Strafvollzug und z. T. in der Suchttherapie – und mit den Möglichkeiten der Systemischen Therapie und den Bezugswissenschaften analysiert.

Datum: 15. bis 18. November 2018 (4 Tage)
Zeiten:
1. Tag: 10.00 bis 18.30 Uhr
2. Tag: 09.00 bis 18.00 Uhr
3. Tag: 09.00 bis 18.00 Uhr
4. Tag: 09.00 bis 15.00 Uhr

Ort: Lüneburg
Dozent: Ruthard Stachowske

Supervisionen

5 × 2 Tage Supervision = 10 Tage
Alle Teilnehmer führen im Rahmen der Weiterbildung eine Live-Supervision oder eine Audiovision durch.
Zeiten freitags 14.30 – 20.30 Uhr und samtags 09.00 – 16.30 Uhr
Alle Teilnehmer führen im Rahmen der Weiterbildung eine Live-Supervision oder eine Audiovision durch.

Kosten

bei Buchung einzelner Leistungen

  • Systemisches Elterncoaching 1 + 2: jeweils 350 €
  • Kinderschutz in Suchtfamilien: :320 €
  • Systemische Therapie (und Beratung) im Zwangs- und Überweisungs-Kontext: 380 €
  • Interkulturelle Aspekte und die Bedeutung des Kontextes in der Beratung und Therapie:380 €
  • Supervisionsblock (10 Tage): 950 €

  • plus Kolloquiumsgebühr:100 € (fällig bei Anmeldung zum Kolloquium)

Zahlungsweise

Weitere Details, die für die Weiterbildung eine Relevanz haben, sind in den Verträgen zusammengefasst.

Kostenzuschüsse

Bitte lassen Sie sich bei der Anmeldung durch uns beraten, ob Sie Kostenzuschüsse in Anspruch nehmen können.

Informationen

E-Mail: girrulat_at_imft.info
Kontaktformular ›

Hier finden Sie uns

IMFT

Das Institut wurde 1996 gegründet, um die Bedeutung der Generationen für die Lebensentwicklung – also “das Früher im Heute” wissenschaftlich begründet zu erklären.
Seit 2002 führen wir systemische Aus- und Weiterbildungen nach den Richtlinien unseres Dachverbandes der “Systemischen Gesellschaft” durch.

Kontakt

ImFT – Institut für mehrgenerationale Forschung
und Therapie GmbH
Heiligengeiststraße 41
21335 Lüneburg

Tel. 04131/2197270
Fax: 04131/2206698
Mobil: 0176/30417944
eMail: info_at_imft.info

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