Systemische Beratung Modul 1 - Systemischer Familienberater

Eine Kompetenzerweiterung für die Arbeit mit Familien

Die einjährige berufsbegleitende Weiterbildung zur Kompetenzerweiterung in der Arbeit mit Familiensystemen beinhaltet den Grundkurs für die Weiterbildung Systemische Beratung nach den Richtlinien der Systemischen Gesellschaft
Die Weiterbildung umfasst 22 Seminartage, überwiegend am Wochenende.

Leitung:

  • Heidrun Girrulat
  • Dr. Ruthard Stachowske

Diese berufsbegleitende Weiterbildung wurde 1992 von Dr. Rudolf Kaufmann entwickelt und wird von allen LehrtherapeutInnen des Instituts angeboten.

Für wen ist die Kompetenzerweiterung Systemische/r Familienberater/in geeignet?
Die Weiterbildung wendet sich an Personen, die in sozialen Arbeitsfeldern mit ganzen Familien oder Teilfamilien arbeiten, deren Hauptaufgabe und deren professioneller Auftrag und Anspruch jedoch nicht im engeren Sinn der systemischen Beratung und Therapie gilt. Sie kann als Grundkurs für die Weiterbildung “Systemische Beratung” nach den Richtlinien der Systemischen Gesellschaft angerechnet werden.

Anrechenbarkeit für Studierende:
Die Berufliche Weiterbildung “Systemische Berater – Kompetenzerweiterung für die Arbeit mit (Teil) Familien” in Lüneburg wurde durch Fachgutachter auf Masterniveau (also für Bacholor und Masterstudiengänge) eingestuft und für die Anrechnung an Hochschul- und Universitätsstudiengängen empfohlen.

Detaillierte Information ›

Inhalte:

Der Kurs bietet den TeilnehmerInnen die Möglichkeit,

  • sich neue systemische Sichtweisen zu erarbeiten und diese in ihre bisherige Tätigkeit zu integrieren,
  • ihre Handlungskompetenzen in der Arbeit mit Familien-Systemen durch systemische Theorie und Methoden zu erweitern und neue hinzuzuerwerben,
  • Fähigkeiten für weitere berufliche Aufgaben zu entwickeln und sich als professionell Handelnde durch die Kompetenzerweiterung mit systemischen Theorien und Methoden weiter zu qualifizieren.

Die grundlegende Methodik und Didaktik der Seminare basiert darauf, dass die TeilnehmerInnen eigene Erfahrungen einbringen und diese reflektieren. Umgekehrt wird so ein Transfer der Lehrinhalte in den eigenen Arbeitszusammenhang möglich.

Vorerfahrungen werden in neue, erweiterte Modelle der Praxis integriert, diese werden vorgestellt und eingeübt. Dies geschieht in der Gesamtgruppe wie auch in kleineren Subgruppen.

Zum systemischen Lernen gehört auch die Selbsterfahrung, Reflexion der Arbeitspraxis der TeilnehmerInnen, ihres Arbeitskontextes und ihrer Person.

Diese Weiterbildung kann entweder als eigenständige Weiterbildung abgeschlossen werden, oder sie kann als Teil einer sich anschließenden Weiterbildung Systemische Beratung nach den Richtlinien der Systemischen Gesellschaft, Modul 2, genutzt werden. Teilnehmer, die die Möglichkeit zur Fortsetzung der Weiterbildung für sich nutzen wollen, nehmen im Modul 1 vom Beginn der Weiterbildung an bereits an den Lernbereichen teil, die auch für das Modul 2 wichtig sind, diese sind unter anderem Literaturstudium, Peer-Gruppe usw.

Themen dieses Moduls sind:

Soziales Wirken und Systemisches Modell (Paradigma) 4 Tage

  • Einführung in das Systemische Modell und Paradigma
  • Regeln und Modelle der menschlichen Systeme
  • Zugangsmöglichkeiten zu Familiensystemen
  • Grenzen und Zuordnungen
  • Familientypologien, Genogramme, Arbeitsplatz-Systeme, Organigramme
  • Die Position der Beraterin/des Beraters, deren Handlungsziele und Angebote

Kommunikation in Familien 3 Tage

  • Kommunikation als Schlüssel eines Humansystems
  • Direkte und indirekte Botschaften
  • Interaktionsanalyse der Beziehungen innerhalb der Familie und zur Person der Beraterin/des Beraters
  • Entwicklung einer kongruenten Kommunikationsform
  • Interview-Techniken und Kontraktformulierung

Krisengespräche mit (Teil-)Familien 3 Tage

  • Entwicklungspsychologische Stationen eines Humansystems
  • Ordnung und Chaos aus der Sicht der Klienten und BeraterInnen
  • Natürliche und reaktive Krisen, Arbeit mit (Teil-)Familien
  • Krisengespräche mit Beziehungsanalysen (Erkrankungen, Gewalt usw.)
  • Interventionsstrategien im Rahmen des Arbeitsauftrages (in Verbindung mit dem Sorgerecht)

Familien-Rekonstruktion 5 Tage *
Selbsterfahrung für BeraterInnen – biografische und familiengeschichtliche Reflexion für systemische BeraterInnen

  • Die persönliche Entwicklung der Beraterin/des Beraters
  • Regeln und Beliefsystem des eigenen Familienhintergrundes
  • Fördernde und hindernde Familienregeln
  • Neuentscheidungen und Veränderungsschritte

*Das Seminar Familien-Rekonstruktion in der Bremer-Ausbildungsgruppe umfasst 6 Tage.

Suchtstrukturen in Familien 3 Tage

  • Besonderheiten der Suchtstrukturen in einer (Teil-) Familie
  • Stoffliche und mentale Suchtsysteme
  • Beraterischer Umgang mit Suchtfamilien
  • Interventions- und Veränderungsstrategien
  • Ambulante und stationäre Hilfssysteme

Selfcare der Familienberaterin/des Familienberaters 4 Tage

  • Stärkung der eigenen Kompetenz
  • Selfcoaching
  • Aufbau eines persönlichen und beruflichen Support-Systems
  • Helferkonferenzen (Umgang und Begrenzung)
  • Verhütung des Burn-out-Syndroms
  • Abschluss einer Beratung
  • Schlussreflexion der Weiterbildung

Teilnahmevoraussetzungen

  • Abgeschlossene Berufsausbildung (Fachschule, Fachhochschule/Universität)
  • Teilnahme am Infoabend
  • Die Möglichkeit, in der beruflichen Praxis eigenständig mit familiären Systemen und/oder Teilsystemen arbeiten zu können.

Zeitrahmen

  • Die Weiterbildung umfasst 22 Seminartage
  • Peergruppenarbeit
  • Literaturstudium

Seminarorte:

  • Bremen/Bassum
  • Lüneburg

Teilnahmegebühr:

Lüneburg: 2.090 € zuzüglich der Kosten für die Übernachtung und Verpflegung im Tagungshaus während der Seminare 1 und 4

Beginn der nächsten Ausbildung:

Bremen:
14. März 2019
In Kooperation mit der Bremer VHS. Informationsabend: 26. September 2018 um 20.00 Uhr in den Räumen der Bremer VHS, Breitenweg 2, bitte anmelden

Lüneburg:
5. Dezember 2019
In Kooperation mit der VHS REGION Lüneburg. Informationsabend: 4. Dezember 2018 um 18.30 Uhr in den Räumen des Institutes: Heiligengeisstraße 41, 21335 Lüneburg, bitte per Mail anmelden

Infotermine

Für die Weiterbildung in Lüneburg:

  • 4. Dezember 2018, 12. Februar 2019 und 28. August 2019 jeweils um 18.30 Uhr in den Räumen des ImFT, Heiligengeiststrasse 41, 21335 Lüneburg – Ameldung per Mail erbeten

Mehr Informationen / Kontakt ›

Anmeldung

  • ImFT, Heiligengeiststraße 41, 21335 Lüneburg, Mail: info_at_imft.info
  • Telefon: 04131-219270

Seminartage im Detail

Bremen

Ab 14. März 2019
1. Soziales Wirken und Modell 14. – 17.03.2019
2. Kommunikation in Familien 26. – 28.04.2019
3. Krisengespräche in Familien 14. – 16.06.2019
4. Familienrekonstruktion 20. – 25.08.2019
5. Suchtstrukturen in Familien 27. – 29.09.2019
6. *Selfcare des Familienberaters/ der Familienberaterin und Abschied* 29. 11.- 01.12.2019

Lüneburg

Ab 5. Dezember 2019
1. Soziales Wirken und Modell 05. bis 08. Dezember 2019
2. Kommunikation in Familien 07. bis 09. Februar2020
3. Krisengespräche in Familien 27. bis 29. März 2020
4. Familienrekonstruktion 06. bis 10. Mai 2020
5. Suchtstrukturen in Familien 03. bis 05. Juli 2020
6. *Selfcare des Familienberaters/ der Familienberaterin und Abschied* 24. bis 27. September 2020

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IMFT

Das Institut wurde 1996 gegründet, um die Bedeutung der Generationen für die Lebensentwicklung – also “das Früher im Heute” wissenschaftlich begründet zu erklären.
Seit 2002 führen wir systemische Aus- und Weiterbildungen nach den Richtlinien unseres Dachverbandes der “Systemischen Gesellschaft” durch.

Kontakt

ImFT – Institut für mehrgenerationale Forschung
und Therapie GmbH
Heiligengeiststraße 41
21335 Lüneburg

Tel. 04131/2197270
Fax: 04131/2206698
Mobil: 0176/30417944
eMail: info_at_imft.info

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