Traumapädagogik Weiterbildung

zertifiziert durch die DeGPT & Fachverband Traumapädagogik

Systemische Traumapädagogik und traumazentrierte Fachberatung:

  • Für Fachkräfte aus Beratung, Pädagogik, Pflege und Justiz & anderen helfenden Berufen
  • Vertiefendes Verständnis für Traumatisierung & Erhalt neuer Perspektiven
  • Förderung professionellen Handelns im Umgang mit Traumata
  • Schwerpunkte in Traumapädagogik, Psychotraumatologie, systemische Beratung, Supervision und Selbsterfahrung
  • Einführungs- und Kennenlerntag mit 7 UE
  • 8 Seminare & begleitende Supervisionseinheiten

mit 265 UE über einem Zeitraum von 2 Jahren.

Zur Seminarübersicht

Termine für die Traumapädagogik Weiterbildung vom 13. November 2026 bis 10. September 2028

Anmeldeschluss 1. November 2026

Zur Terminübersicht

Termine

Kurs-Nr. Kurstitel Beginn Ende Preis
WPSTP-26 Traumapädagogik 13.11.2026 10.09.2028 3990,00 EUR pro Platz Jetzt buchen

Was ist Traumapädagogik? - Eine kleine Einführung

Traumapädagogik ist ein pädagogischer Ansatz, der Menschen mit traumatischen Erfahrungen dabei unterstützt, innere Stabilität, Sicherheit und neue Ressourcen aufzubauen. Im Unterschied zur Traumatherapie, die psychotherapeutisch arbeitet, konzentriert sich die Traumapädagogik auf alltagsnahe Methoden und eine sichere Beziehungsgestaltung. Die psychologische Beratung behandelt zwar emotionale Themen, ist jedoch nicht zwingend auf Trauma spezialisiert bewegt sich aber im Kontext der Lebenswelten traumatisierter Menschen.

Ziel der traumapädagogischen Arbeit ist es, traumabedingte Auswirkungen zu erkennen und Betroffene im Alltag zu stärken. Dabei fließen psychosoziale, medizinische und rechtliche Perspektiven zu einem ganzheitlichen Unterstützungssystem zusammen.

Grundlegende Prinzipien und Ziele der Traumapädagogik

Folgende Prinzipien bilden die Grundlage der Traumapädagogik:

  1. Einfühlsame und sensible Grundhaltung: Empathie und eine sensible Grundhaltung gegenüber Betroffenen ist essenziell.
  2. Sicherheit und Stabilität: Ein sicheres Umfeld muss geschaffen werden, in dem sich Betroffene wohl und geschützt fühlen.
  3. Fokus auf Stärken & Ressourcen: Um die Resilienz der Betroffenen zu fördern.
  4. Systemischer Ansatz: Die familiären Beziehungen und Muster sowie die sozialen Netzwerke der Betroffenen werden berücksichtigt.
  5. Fachübergreifender Ansatz: Das bedeutet, dass Wissen und Methoden aus den verschiedenen Disziplinen wie Medizin, Pädagogik, Soziologie, Psychologie und Recht miteinander vereint bzw. in den Prozess integriert werden.

Die Ziele der Traumapädagogik ergeben sich wie folgt:

  • Stabilisierung und Unterstützung von Menschen mit traumatischen Erfahrungen
  • Förderung von Resilienz und Selbstwirksamkeit
  • Verbesserung der Lebensqualität und der Alltagsbewältigung
  • Sensibilisierung und Ausbildung von Fachkräften im Umgang mit traumatisierten Menschen
  • Entwicklung einer traumabewussten Haltung als Grundlage von Interventionshandeln

In unserer Traumapädagogik Weiterbildung erfahren Sie außerdem, wie Traumata sich über Generationen hinweg ausprägen und die Dynamiken innerhalb von Familien beeinflussen können. Besonders im Hinblick auf die Bewältigung von Belastungen. 

Ein wichtiges Element der Traumapädagogik

Hierbei handelt es sich um das Verständnis der medizinischen Einordnungssysteme wie das

  • Internationale Klassifikationssystem für Erkrankungen (ICD) 
  • Internationale Klassifikationssystem für Funktionsfähigkeit, Behinderungen und Gesundheit (ICF).

Diese Systeme bieten einen Rahmen für die Diagnose und Behandlungen traumatischer Erfahrungen und helfen Fachkräften, strukturierte und systematische Ansätze in ihre Arbeit zu integrieren.

Was ist ein Trauma (Psychotrauma)?

Ein Trauma beschreibt eine seelische Verletzung, die durch Erleben völliger Überlastung entsteht. Das kann das Erleben, Denken und Handeln eines Menschen nachhaltig prägen und erschüttert das Selbst- und Weltbild. Neben den direkten Folgen für Betroffene können auch Fachkräfte belastet sein, wenn sie regelmäßig mit traumatischen Lebensgeschichten arbeiten. 

Ein grundlegendes Verständnis von Traumaarten, typischen Symptomen und möglichen Belastungen im beruflichen Kontext schafft Sicherheit im helferischen Alltag und bildet die Basis traumapädagogischer Arbeit.

Erfahren Sie mehr zum Thema Traumatypen, Symptomen und sekundären Belastungen.

Mehr erfahren

Warum ist eine Weiterbildung in Traumapädagogik wichtig?

Die Notwendigkeit einer Weiterbildung in Traumapädagogik wächst stetig. In der modernen Gesellschaft ist die Zahl der Menschen, die traumatische Erlebnisse haben, erheblich gestiegen. Mit Ereignissen wie 

  • Gewalt,
  • Naturkatastrophen,
  • Unfällen,
  • Kriegen,
  • Flucht,
  • Vertreibungen,
  • Terrorismus,

werden wir regelmäßig konfrontiert. Menschen, die dies aus nächster Nähe erfahren oder beobachtet haben, leiden oft unter daraus folgenden Trauma. Das kann weitreichende Auswirkungen auf Familie und Einzelpersonen haben, wie Angehörige, Überlebende oder Helfer. Fachkräfte in helfenden, beratenden, pädagogischen oder pflegerischen Berufen stehen oft vor den Herausforderungen, traumatisierten Menschen zu helfen.

Hier setzt die Traumapädagogik Weiterbildung an. Sie soll Ihnen helfen, Ihre Kompetenzen zu erweitern und eine effektivere Unterstützung zu sein. 

Welche Zielgruppen profitieren von einer Weiterbildung in Traumapädagogik?

Eine Traumapädagogik Weiterbildung - insbesondere in Verbindung mit Traumapädagogik und traumazentrierter Fachberatung in systemischer Sicht - ist für alle Fachkräfte wertvoll, die regelmäßig mit belasteten oder traumatisierten Menschen arbeiten. Dazu gehören:

  • Pädagogische Fachkräfte (z.B. Lehrkräfte, Erzieher), die ein stabiles und traumasensibles Lernumfeld gestalten möchten.
  • Pflegekräfte, die auf besondere körperliche und emotionale Bedürfnisse reagieren müssen.  
  • Berater und Sozialarbeiter, die Menschen in Krisen sicher begleiten wollen.
  • Seelsorger, die Menschen in belastenden Lebenssituationen unterstützen.
  • Justizmitarbeiter, die fundiertes Wissen über traumabedingte Verhaltensweisen benötigen.
  • Ergo- und Physiotherapeuten, die körperliche und seelische Stabilisierung fördern.
  • Und Weiteren

Wie kommt Ihnen eine Weiterbildung zugute?

Die Weiterbildung in Traumapädagogik bietet Ihnen nennenswerte Vorteile:

  • Erweiterung der Fachkompetenzen
  • Verbesserung der beruflichen Praxis
  • Fachübergreifende Zusammenarbeit
  • Anerkennung in Fachkreisen und DeGPT-Zertifizierung
  • Beruflichen Aufstiegschancen 
  • Erhöhter Selbstsicherheit im Zusammenwirken komplexer Helfersysteme 

Auch ohne Vorerfahrung können Sie an dieser Weiterbildung teilnehmen. Sie erhalten eine anerkannte DeGPT-Zertifizierung und erwerben zwei Abschlüsse: in systemischer Traumapädagogik und in traumazentrierter Fachberatung. Erfahrene Trainer vermitteln praxisnahes Wissen, das Sie direkt im Berufsalltag anwenden und reflektieren können. 

Weiterbildung buchen

Voraussetzungen für die Teilnahme an der Traumapädagogik Weiterbildung

Ist ein gewisser Bildungshintergrund oder Berufserfahrung notwendig?

Die Weiterbildung “Systemische Traumapädagogik und traumazentrierte Fachberatung" ist bewusst offen gestaltet und richtet sich an Fachkräfte mit ganz unterschiedlichen beruflichen Hintergründen. Spezifische Vorkenntnisse oder Berufserfahrung sind nicht erforderlich.

Teilnehmen können sowohl Personen mit akademischer Ausbildung als auch Fachkräfte mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung in relevanten Bereichen.

Die Module der Weiterbildung vermitteln alle notwendigen Grundlagen, z.B. zur Psychotraumatologie, Beziehungsgestaltung, traumapädagogischen Arbeit, inneren und äußeren Sicherheit sowie zur Begleitung und Stabilisierung traumatisierter Menschen. 

Seit 2013 wird die Weiterbildung durch den Fachverband DeGPT zertifiziert. Für die DeGPT-Zertifizierung können zusätzliche Voraussetzungen gelten. Wir empfehlen, sich vor der Anmeldung kurz über die aktuellen Kriterien zu informieren - entweder direkt über die DeGPT oder über unsere Ansprechpartnerin Frau Girrulat

Sonstige Anforderungen

Damit Sie bestmöglich von der Weiterbildung profitieren, sollten Sie Folgendes mitbringen: 

  • Offenheit für Selbsterfahrung: Das schließt ein, sich auch mit Ihren eigenen Erfahrungen und Reaktionen zu beschäftigen. 
  • Motivation und Engagement: Besonders im Umgang mit traumatisierten Menschen sowie beim Aufbau innerer und äußerer Sicherheit.
  • Bereitschaft zur offenen Kommunikation: Teilnahme an Plenums- und Gruppendiskussionen, Modulen, Übungen und Supervisionen zur Festigung der Lerninhalte.
  • Praxiszugang: Ein berufliches Umfeld, in dem Sie Methoden der Stabilisierung, Bindungsarbeit und psychischen Sicherheit direkt anwenden können (z.B. Schule, Pflege, therapeutische Praxis, soziale Einrichtung)
  • Bereitschaft zur Veränderung: Offenheit, Grundverständnisse des Handelns und Haltungen zu hinterfragen, zu reflektieren und zu verändern.

Platz sichern

Traumapädagogik - Wie ist die Weiterbildung strukturiert?

Unser Kurssystem für die "Systemische Traumapädagogik und traumazentrierte Fachberatung" gestaltet sich umfassend und praxisorientiert. Zudem lernen Sie Methoden aus der Psychotraumatologie, systemischen Beratung und traumapädagogischen Praxis sowie rechtliche Grundlagen kennen.

Insgesamt sind acht Seminare und begleitenden Supervisionblöcken vorgesehen, die sich über einen Zeitraum von fast zwei Jahren erstrecken.

Zur Seminarübersicht

Qualifikationen und Zertifikate

Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie von der Deutschen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) ein anerkanntes Zertifikat. Dieses Zertifikat bestätigt, dass Sie fundierte Kenntnisse und Fähigkeiten auf diesem Fachgebiet erworben haben und nach den strengen Qualitätsstandards der DeGPT ausgebildet wurden. Es genießt in Fachkreisen hohe Anerkennung und gilt als Qualitätssiegel für eine hochwertige Ausbildung in der Psychotraumatologie. 

Die DeGPT ist ein renommierter Fachverband, der sich auf die Förderung der Psychotraumatologie spezialisiert hat.

Anrechnung auf andere Zertifizierungen und Ausbildungen

Ein weiterer Vorteil unserer Weiterbildung ist, dass die Seminareinheiten auf den Grundkurs der Weiterbildung “Systemische Beratung” angerechnet werden können. Dieser ist von der Systemischen Gesellschaft (SG) zertifiziert. Das eröffnet Ihnen zusätzliche berufliche Perspektiven im Bereich der systemischen Beratung und ermöglicht eine weiterführende Spezialisierung. 

Die Kombination der Zertifikate der DeGPT und der SG bietet Absolventen die Möglichkeit, ihre beruflichen Qualifikationen in den Bereichen Traumapädagogik, Fachberatung und systemische Beratung erheblich zu erweitern. 

Welche beruflichen Perspektiven ermöglicht die Weiterbildung?

Die erlangte Mehrfachspezialisierung stärkt besonders die Position auf dem Arbeitsmarkt und ermöglicht ein breiteres Spektrum an beruflichen Möglichkeiten.

Eine DeGPT-Zertifizierung qualifiziert Sie besonders für die Arbeit mit Betroffenen als auch für die Entwicklung traumasensibler Angebote in folgenden Einrichtungen:

  • Sozialen Institutionen
  • Jugendämter
  • Kliniken
  • Schulen 
  • Beratungsstellen
  • Tätigkeiten im Justizbereich

Darüber hinaus eröffnet die erlangte Expertise Ihnen leitende Positionen als Dozent oder Tätigkeiten in der Forschung. Zudem besteht die Möglichkeit, sich selbstständig zu machen und Ihre eigene Praxis oder Beratungsstelle zu eröffnen. 

Beratungsgespräch vereinbaren



Qualität und Wissen aus erfahrener Hand- unsere Dozenten und Dozentinnen

Die Leitung der Weiterbildung wird durch unser Repertoire an erfahrenen Dozenten und Dozentinnen durchgeführt - Experten mit jahrelanger Erfahrung auf dem Gebiet der Traumapädagogik und traumazentrierten Fachberatung. 

Dozenten kennenlernen 

Traumapädagogik Weiterbildung: Welche Kosten kommen auf Sie zu?

Die Gesamtkosten der Weiterbildung belaufen sich auf 3790,00 Euro.

Im Gesamtpreis enthalten sind:

  • 1 Einführungs- und Kennlerntag
  • 3 Fünftägige Seminar- und Supervisionsblöcke
  • 4 dreitägige Seminar- und Supervisionsblöcke
  • 1 viertägiger Seminar- und Supervisionsblock

 mit insgesamt 279 Unterrichtseinheiten

Die Zahlung kann in monatlichen Raten erfolgen. 

Vier Weiterbildungsblöcke finden im Seminarhaus Sophia in Drethem/Elbe statt. Weitere Vier Weiterbildungsblöcke finden in Lüneburg statt. Daher können zusätzlich zu den Kursgebühren  noch weitere Kosten für Unterkunft und Verpflegung entstehen. Die Höhe der Kosten kann nach individuellen Vorlieben und Bedürfnissen variieren.

Beachten Sie: In den Kursgebühren sind die Anschaffungskosten für Materialien, Lehrbücher oder Arbeitsunterlagen nicht enthalten. Planen Sie die zusätzlichen Mittel in Ihre Ausgaben mit ein.

 Für die Übernachtung und Verpflegung im Tagungshaus im Seminar 1, 3, 7 und Seminar 8 entstehen zusätzliche Kosten. Diese gestalten sich individuell nach Wahl der Zimmerkategorie im Tagungshaus.

Einblick in die Zimmer 

Bildungsurlaub und Bildungszeit

Information für alle Teilnehmer und Interessenten: Die Seminare und Supervisionen sind als Bildungsurlaub nach den Bildungsgesetzen des Landes Niedersachsen und als Bildungszeit des Landes Bremen anerkannt.

Sofern Sie Bildungsurlaub in Anspruch nehmen möchten, erhalten Sie bei Frau Girrulat unter girrulat_at_imft.info weitere Informationen. 

Wo können Sie sich bewerben?

Die Anmeldung zur Weiterbildung erfolgt direkt über die Traumapädagogik Seite von imft - Institut für mehrgenerationale Forschung und Therapie.

Sie können sich per E-Mail an Frau Girrulat unter girrulat_at_imft.info wenden, um Informationen zur Anmeldung und aktuellen Terminen zu erhalten. 

Die Weiterbildung beginnt zweijährlich und umfasst insgesamt 32 Seminar- und Supervisionstage, die über einen Zeitraum von etwa zwei Jahren verteilt sind.

Das Institut für systemische und integrative Therapie (IMFT) bietet auch persönliche Beratungsgespräche an, um Sie bei der Entscheidung zur Anmeldung zu unterstützen und Fragen zu klären.  


Beratungsgespräch buchen

IMFT

Das Institut wurde 1996 gegründet, um die Bedeutung der Generationen für die Lebensentwicklung – also “das Früher im Heute” wissenschaftlich begründet zu erklären.
Seit 2002 führen wir systemische Aus- und Weiterbildungen nach den Richtlinien unseres Dachverbandes der “Systemischen Gesellschaft” durch.
Seit 2013 führen wir die vom Fachverband DeGPT zertifizierte Weiterbildung “Systemische Traumapädagogik und traumazantrierte Fachberatung” durch.

Kontakt

ImFT – Institut für mehrgenerationale Forschung
und Therapie GmbH
Heiligengeiststraße 41
21335 Lüneburg

Tel. 04131/2197270
Fax: 04131/2206698
Heidrun Girrulat Mobil: 0176/32685298
Ruthard Stachowske Mobil: 0176/30417944
eMail: info_at_imft.info

Social Links

REDAXO 5 rocks!