mit 265 UE über einem Zeitraum von 2 Jahren.
Termine für die Traumapädagogik Weiterbildung vom 13. November 2026 bis 10. September 2028
Anmeldeschluss 1. November 2026
Traumapädagogik ist ein pädagogischer Ansatz, der Menschen mit traumatischen Erfahrungen dabei unterstützt, innere Stabilität, Sicherheit und neue Ressourcen aufzubauen. Im Unterschied zur Traumatherapie, die psychotherapeutisch arbeitet, konzentriert sich die Traumapädagogik auf alltagsnahe Methoden und eine sichere Beziehungsgestaltung. Die psychologische Beratung behandelt zwar emotionale Themen, ist jedoch nicht zwingend auf Trauma spezialisiert bewegt sich aber im Kontext der Lebenswelten traumatisierter Menschen.
Ziel der traumapädagogischen Arbeit ist es, traumabedingte Auswirkungen zu erkennen und Betroffene im Alltag zu stärken. Dabei fließen psychosoziale, medizinische und rechtliche Perspektiven zu einem ganzheitlichen Unterstützungssystem zusammen.
Folgende Prinzipien bilden die Grundlage der Traumapädagogik:
In unserer Traumapädagogik Weiterbildung erfahren Sie außerdem, wie Traumata sich über Generationen hinweg ausprägen und die Dynamiken innerhalb von Familien beeinflussen können. Besonders im Hinblick auf die Bewältigung von Belastungen.
Hierbei handelt es sich um das Verständnis der medizinischen Einordnungssysteme wie das
Diese Systeme bieten einen Rahmen für die Diagnose und Behandlungen traumatischer Erfahrungen und helfen Fachkräften, strukturierte und systematische Ansätze in ihre Arbeit zu integrieren.
Ein Trauma beschreibt eine seelische Verletzung, die durch Erleben völliger Überlastung entsteht. Das kann das Erleben, Denken und Handeln eines Menschen nachhaltig prägen und erschüttert das Selbst- und Weltbild. Neben den direkten Folgen für Betroffene können auch Fachkräfte belastet sein, wenn sie regelmäßig mit traumatischen Lebensgeschichten arbeiten.
Ein grundlegendes Verständnis von Traumaarten, typischen Symptomen und möglichen Belastungen im beruflichen Kontext schafft Sicherheit im helferischen Alltag und bildet die Basis traumapädagogischer Arbeit.
Erfahren Sie mehr zum Thema Traumatypen, Symptomen und sekundären Belastungen.
Die Notwendigkeit einer Weiterbildung in Traumapädagogik wächst stetig. In der modernen Gesellschaft ist die Zahl der Menschen, die traumatische Erlebnisse haben, erheblich gestiegen. Mit Ereignissen wie
werden wir regelmäßig konfrontiert. Menschen, die dies aus nächster Nähe erfahren oder beobachtet haben, leiden oft unter daraus folgenden Trauma. Das kann weitreichende Auswirkungen auf Familie und Einzelpersonen haben, wie Angehörige, Überlebende oder Helfer. Fachkräfte in helfenden, beratenden, pädagogischen oder pflegerischen Berufen stehen oft vor den Herausforderungen, traumatisierten Menschen zu helfen.
Hier setzt die Traumapädagogik Weiterbildung an. Sie soll Ihnen helfen, Ihre Kompetenzen zu erweitern und eine effektivere Unterstützung zu sein.
Eine Traumapädagogik Weiterbildung - insbesondere in Verbindung mit Traumapädagogik und traumazentrierter Fachberatung in systemischer Sicht - ist für alle Fachkräfte wertvoll, die regelmäßig mit belasteten oder traumatisierten Menschen arbeiten. Dazu gehören:
Die Weiterbildung in Traumapädagogik bietet Ihnen nennenswerte Vorteile:
Auch ohne Vorerfahrung können Sie an dieser Weiterbildung teilnehmen. Sie erhalten eine anerkannte DeGPT-Zertifizierung und erwerben zwei Abschlüsse: in systemischer Traumapädagogik und in traumazentrierter Fachberatung. Erfahrene Trainer vermitteln praxisnahes Wissen, das Sie direkt im Berufsalltag anwenden und reflektieren können.
Die Weiterbildung “Systemische Traumapädagogik und traumazentrierte Fachberatung" ist bewusst offen gestaltet und richtet sich an Fachkräfte mit ganz unterschiedlichen beruflichen Hintergründen. Spezifische Vorkenntnisse oder Berufserfahrung sind nicht erforderlich.
Teilnehmen können sowohl Personen mit akademischer Ausbildung als auch Fachkräfte mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung in relevanten Bereichen.
Die Module der Weiterbildung vermitteln alle notwendigen Grundlagen, z.B. zur Psychotraumatologie, Beziehungsgestaltung, traumapädagogischen Arbeit, inneren und äußeren Sicherheit sowie zur Begleitung und Stabilisierung traumatisierter Menschen.
Seit 2013 wird die Weiterbildung durch den Fachverband DeGPT zertifiziert. Für die DeGPT-Zertifizierung können zusätzliche Voraussetzungen gelten. Wir empfehlen, sich vor der Anmeldung kurz über die aktuellen Kriterien zu informieren - entweder direkt über die DeGPT oder über unsere Ansprechpartnerin Frau Girrulat.
Sonstige Anforderungen
Damit Sie bestmöglich von der Weiterbildung profitieren, sollten Sie Folgendes mitbringen:
Unser Kurssystem für die "Systemische Traumapädagogik und traumazentrierte Fachberatung" gestaltet sich umfassend und praxisorientiert. Zudem lernen Sie Methoden aus der Psychotraumatologie, systemischen Beratung und traumapädagogischen Praxis sowie rechtliche Grundlagen kennen.
Insgesamt sind acht Seminare und begleitenden Supervisionblöcken vorgesehen, die sich über einen Zeitraum von fast zwei Jahren erstrecken.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie von der Deutschen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) ein anerkanntes Zertifikat. Dieses Zertifikat bestätigt, dass Sie fundierte Kenntnisse und Fähigkeiten auf diesem Fachgebiet erworben haben und nach den strengen Qualitätsstandards der DeGPT ausgebildet wurden. Es genießt in Fachkreisen hohe Anerkennung und gilt als Qualitätssiegel für eine hochwertige Ausbildung in der Psychotraumatologie.
Die DeGPT ist ein renommierter Fachverband, der sich auf die Förderung der Psychotraumatologie spezialisiert hat.
Ein weiterer Vorteil unserer Weiterbildung ist, dass die Seminareinheiten auf den Grundkurs der Weiterbildung “Systemische Beratung” angerechnet werden können. Dieser ist von der Systemischen Gesellschaft (SG) zertifiziert. Das eröffnet Ihnen zusätzliche berufliche Perspektiven im Bereich der systemischen Beratung und ermöglicht eine weiterführende Spezialisierung.
Die Kombination der Zertifikate der DeGPT und der SG bietet Absolventen die Möglichkeit, ihre beruflichen Qualifikationen in den Bereichen Traumapädagogik, Fachberatung und systemische Beratung erheblich zu erweitern.
Die erlangte Mehrfachspezialisierung stärkt besonders die Position auf dem Arbeitsmarkt und ermöglicht ein breiteres Spektrum an beruflichen Möglichkeiten.
Eine DeGPT-Zertifizierung qualifiziert Sie besonders für die Arbeit mit Betroffenen als auch für die Entwicklung traumasensibler Angebote in folgenden Einrichtungen:
Darüber hinaus eröffnet die erlangte Expertise Ihnen leitende Positionen als Dozent oder Tätigkeiten in der Forschung. Zudem besteht die Möglichkeit, sich selbstständig zu machen und Ihre eigene Praxis oder Beratungsstelle zu eröffnen.
Die Leitung der Weiterbildung wird durch unser Repertoire an erfahrenen Dozenten und Dozentinnen durchgeführt - Experten mit jahrelanger Erfahrung auf dem Gebiet der Traumapädagogik und traumazentrierten Fachberatung.
Die Gesamtkosten der Weiterbildung belaufen sich auf 3790,00 Euro.
Im Gesamtpreis enthalten sind:
mit insgesamt 279 Unterrichtseinheiten
Die Zahlung kann in monatlichen Raten erfolgen.
Vier Weiterbildungsblöcke finden im Seminarhaus Sophia in Drethem/Elbe statt. Weitere Vier Weiterbildungsblöcke finden in Lüneburg statt. Daher können zusätzlich zu den Kursgebühren noch weitere Kosten für Unterkunft und Verpflegung entstehen. Die Höhe der Kosten kann nach individuellen Vorlieben und Bedürfnissen variieren.
Beachten Sie: In den Kursgebühren sind die Anschaffungskosten für Materialien, Lehrbücher oder Arbeitsunterlagen nicht enthalten. Planen Sie die zusätzlichen Mittel in Ihre Ausgaben mit ein.
Für die Übernachtung und Verpflegung im Tagungshaus im Seminar 1, 3, 7 und Seminar 8 entstehen zusätzliche Kosten. Diese gestalten sich individuell nach Wahl der Zimmerkategorie im Tagungshaus.
Einblick in die Zimmer
Information für alle Teilnehmer und Interessenten: Die Seminare und Supervisionen sind als Bildungsurlaub nach den Bildungsgesetzen des Landes Niedersachsen und als Bildungszeit des Landes Bremen anerkannt.
Sofern Sie Bildungsurlaub in Anspruch nehmen möchten, erhalten Sie bei Frau Girrulat unter girrulat_at_imft.info weitere Informationen.
Die Anmeldung zur Weiterbildung erfolgt direkt über die Traumapädagogik Seite von imft - Institut für mehrgenerationale Forschung und Therapie.
Sie können sich per E-Mail an Frau Girrulat unter girrulat_at_imft.info wenden, um Informationen zur Anmeldung und aktuellen Terminen zu erhalten.
Die Weiterbildung beginnt zweijährlich und umfasst insgesamt 32 Seminar- und Supervisionstage, die über einen Zeitraum von etwa zwei Jahren verteilt sind.
Das Institut für systemische und integrative Therapie (IMFT) bietet auch persönliche Beratungsgespräche an, um Sie bei der Entscheidung zur Anmeldung zu unterstützen und Fragen zu klären.