Systemische Traumapädagogik und traumazentrierte Fachberatung für Fachkräfte aus Pädagogik, Beratung, Pflege, Justiz und anderen helfenden Berufen.
In unserer zweijährigen Weiterbildung erwerben Sie fundiertes Wissen und praxisorientierte Handlungskompetenzen für den professionellen Umgang mit Menschen mit traumatischen Erfahrungen.
Die Weiterbildung umfasst 275 Unterrichtseinheiten (UE) und verbindet die Schwerpunkte Traumapädagogik, Psychotraumatologie, systemische Beratung, Supervision und Selbsterfahrung.
Termine für die Weiterbildung Traumapädagogik & traumazentrierte Fachberatung vom 13. November 2026 bis 10. September 2028
Traumapädagogik & traumazentrierte Fachberatung ist ein pädagogischer/beraterischer Ansatz, der Menschen mit traumatischen Erfahrungen dabei unterstützt, innere Stabilität, Sicherheit und neue Ressourcen aufzubauen. Im Unterschied zur Traumatherapie, die psychotherapeutisch arbeitet, konzentriert sich die Traumapädagogik und traumazentrierte Fachberatung auf alltagsnahe Methoden und sichere Beziehungsgestaltung und bewegt sich hiermit im Kontext der Lebenswelten traumatisierter Menschen.
Ziel der traumapädagogischen Arbeit ist es, traumabedingte Auswirkungen zu erkennen und Betroffene im Alltag zu stärken. Dabei fließen psychosoziale, medizinische und rechtliche Perspektiven zu einem ganzheitlichen Unterstützungssystem zusammen.
Folgende Prinzipien bilden die Grundlage der Traumapädagogik & traumazentrierten Fachberatung:
In unserer Weiterbildung in Traumapädagogik & traumazentrierter Fachberatung erfahren Sie außerdem, wie Traumata sich über Generationen hinweg ausprägen und die Dynamiken innerhalb von Familien - besonders in Hinblick auf die Belastungen - beeinflussen können. Besonders im Hinblick auf die Bewältigung von Belastungen.
Hierbei handelt es sich um das Verständnis der medizinischen Einordnungssysteme wie das
Diese Systeme bieten einen Rahmen für die Diagnose und Behandlungen traumatischer Erfahrungen und helfen Fachkräften, strukturierte und systematische Ansätze in ihre Arbeit zu integrieren.
Ein Trauma beschreibt eine seelische Verletzung, die durch Erleben völliger Überlastung entsteht. Das kann das Erleben, Denken und Handeln eines Menschen nachhaltig prägen und erschüttert das Selbst- und Weltbild. Neben den direkten Folgen für Betroffene können auch Fachkräfte belastet sein, wenn sie regelmäßig mit traumatischen Lebensgeschichten arbeiten.
Ein grundlegendes Verständnis von Traumaarten, typischen Symptomen und möglichen Belastungen im beruflichen Kontext schafft Sicherheit im helferischen Alltag und bildet die Basis traumapädagogischer Arbeit.
Erfahren Sie mehr zum Thema Traumatypen, Symptomen und sekundären Belastungen.
Die Notwendigkeit einer Weiterbildung in Traumapädagogik & traumazentrierter Fachberatung wächst stetig. In der modernen Gesellschaft ist die Zahl der Menschen, die traumatische Erlebnisse haben, erheblich gestiegen. Mit Ereignissen wie
werden wir regelmäßig konfrontiert. Menschen, die dies aus nächster Nähe erfahren oder beobachtet haben, leiden oft unter daraus folgenden Trauma. Das kann weitreichende Auswirkungen auf Familie und Einzelpersonen haben, wie Angehörige, Überlebende oder Helfer. Fachkräfte in helfenden, beratenden, pädagogischen oder pflegerischen Berufen stehen oft vor den Herausforderungen, traumatisierten Menschen zu helfen.
Hier setzt die Weiterbildung in Traumapädadagogik & traumazentrierter Fachberatung an. Sie soll Ihnen helfen, Ihre Kompetenzen zu erweitern und eine effektivere Unterstützung zu sein.
Eine Traumapädagogik Weiterbildung - insbesondere in Verbindung mit Traumapädagogik & traumazentrierter Fachberatung in systemischer Sicht - ist für alle Fachkräfte wertvoll, die regelmäßig mit belasteten oder traumatisierten Menschen arbeiten. Dazu gehören:
Die Weiterbildung in Traumapädagogik & traumazentrierter Fachberatung bietet Ihnen nennenswerte Vorteile:
Die Weiterbildung “Systemische Traumapädagogik & traumazentrierte Fachberatung" ist bewusst offen gestaltet und richtet sich an Fachkräfte mit ganz unterschiedlichen beruflichen Hintergründen. Spezifische Vorkenntnisse oder Berufserfahrung sind für die Teilnahme nicht erforderlich.
Teilnehmen können sowohl Personen mit akademischer Ausbildung als auch Fachkräfte mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung in relevanten Bereichen.
Die Module der Weiterbildung vermitteln alle notwendigen Grundlagen, z.B. zur Psychotraumatologie, Beziehungsgestaltung, traumapädagogischen Arbeit, inneren und äußeren Sicherheit sowie zur Begleitung und Stabilisierung traumatisierter Menschen.
Seit 2013 wird die Weiterbildung durch den Fachverband Traumapädagogik FVTP und der DeGPT (Deutschsprachige Gesellschaft für Psychotraumatologie) zertifiziert. Für die Zertifizierung durch die DeGPT und dem Fachverband Traumapädagogik können zusätzliche Voraussetzungen gelten. Wir empfehlen, sich vor der Anmeldung über die aktuellen Kriterien zu informieren - direkt über die DeGPT bzw. den Voraussetzungen beim Fachverband Traumapädagogik.
https://fachverband-traumapaedagogik.org/weiterbildung/ => „Voraussetzungen“
Sonstige Anforderungen
Damit Sie bestmöglich von der Weiterbildung profitieren, sollten Sie Folgendes mitbringen:
Unser Kurssystem für die "Systemische Traumapädagogik & traumazentrierte Fachberatung" gestaltet sich umfassend und praxisorientiert. Zudem lernen Sie Methoden aus der Psychotraumatologie, systemischen Beratung und traumapädagogischen Praxis sowie rechtliche Grundlagen kennen.
Insgesamt sind die themenzentrierten Seminare und die in sich abgeschlossenen Supervisionsblöcke auf 8 Blöcke verteilt , die sich über einen Zeitraum von fast zwei Jahren erstrecken.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie ein Institutszertifikat. Bei Vorliegen der erforderlichen beruflichen Qualifikationen und Voraussetzungen (siehe oben) erhalten Sie zusätzlich ein *anerkanntes Zertifikat* von der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) und dem Fachverband Traumapädagogik (FVPT). Dieses Zertifikat bestätigt, dass Sie fundierte Kenntnisse und Fähigkeiten auf diesem Fachgebiet erworben haben und nach den strengen Qualitätsstandards der DeGPT und dem Fachverband Traumapädagogik (FVPT) ausgebildet wurden. Es genießt in Fachkreisen hohe Anerkennung und gilt als Qualitätssiegel für eine hochwertige Ausbildung in der Psychotraumatologie.
Die DeGPT ist die Deutschsprachige Gesellschaft für Psychotraumatologie und der Fachverband Traumapädagogik (FVPT) ein renommierter Fachverband, die sich jeweils auf die Förderung der Psychotraumatologie spezialisiert haben.
Ein weiterer Vorteil unserer Weiterbildung ist, dass ein Teil der Seminareinheiten auf den Grundkurs der Weiterbildung “Systemische Beratung” angerechnet werden können. Dieser ist von der Systemischen Gesellschaft (SG) zertifiziert. Das eröffnet Ihnen zusätzliche berufliche Perspektiven im Bereich der systemischen Beratung und ermöglicht eine weiterführende Spezialisierung.
Die Kombination der Zertifikate der DeGPT und dem FVPT und der SG bietet Absolventen die Möglichkeit, ihre beruflichen Qualifikationen in den Bereichen Traumapädagogik, *traumazentrierter* Fachberatung und Systemische Beratung erheblich zu erweitern.
Die erlangte Mehrfachspezialisierung stärkt besonders die Position auf dem Arbeitsmarkt und ermöglicht ein breiteres Spektrum an beruflichen Möglichkeiten.
Eine Zertifizierung durch die DeGPT-und dem FVPT qualifiziert Sie besonders für die Arbeit mit Betroffenen als auch für die Entwicklung traumasensibler Angebote in folgenden Einrichtungen:
Die Leitung der Weiterbildung wird durch unser Repertoire an erfahrenen Dozenten und Dozentinnen durchgeführt - Experten mit jahrelanger Erfahrung auf dem Gebiet der Traumapädagogik und traumazentrierten Fachberatung.
Die Gesamtkosten der Weiterbildung belaufen sich auf 3990,00 Euro.
Im Gesamtpreis enthalten sind:
mit insgesamt 275 Unterrichtseinheiten
Die Zahlung kann in monatlichen Raten erfolgen.
Vier Weiterbildungsblöcke finden im Seminarhaus Sophia in Drethem/Elbe statt. Weitere vier Weiterbildungsblöcke finden in Lüneburg statt. Daher können zusätzlich zu den Kursgebühren noch weitere Kosten für Unterkunft und Verpflegung entstehen. Die Höhe der Kosten kann nach individuellen Vorlieben und Bedürfnissen variieren.
Beachten Sie: In den Kursgebühren sind die Anschaffungskosten für Materialien, Lehrbücher oder Arbeitsunterlagen nicht enthalten. Planen Sie die zusätzlichen Mittel in Ihre Ausgaben mit ein.
Für die Übernachtung und Verpflegung im Tagungshaus im Seminar 1, 3, 7 und Seminar 8 entstehen zusätzliche Kosten. Diese gestalten sich individuell nach Wahl der Zimmerkategorie im Tagungshaus.
Einblick in die Zimmer
Information für alle Teilnehmer und Interessenten: Die Seminare und Supervisionen sind als Bildungsurlaub nach den Bildungsgesetzen des Landes Niedersachsen und als Bildungszeit des Landes Bremen anerkannt.
Sofern Sie Bildungsurlaub in Anspruch nehmen möchten, erhalten Sie bei Frau Girrulat unter girrulat_at_imft.info weitere Informationen.
Die Anmeldung zur Weiterbildung erfolgt direkt über die Traumapädagogik Seite von imft - Institut für mehrgenerationale Forschung und Therapie.
Sie können sich per E-Mail an Frau Girrulat unter girrulat_at_imft.info wenden, um Informationen zur Anmeldung und aktuellen Terminen zu erhalten.
Die Weiterbildung beginnt zweijährlich und umfasst insgesamt 32 Seminar- und Supervisionstage, die über einen Zeitraum von etwa zwei Jahren verteilt sind.
Das Institut für mehrgenerationale Forschung und Therapie (IMFT) bietet auch persönliche Beratungsgespräche an, um Sie bei der Entscheidung zur Anmeldung zu unterstützen und Fragen zu klären.