Die Weiterbildung "Systemische Traumapädagogik und traumazentrierte Fachberatung" folgt einem gut verständlichen und klar strukturierten Aufbau. Alle Lerninhalte sind so gegliedert, dass Sie Schritt für Schritt in die wichtigsten Themen der traumabezogenen Arbeit eingeführt werden.
Der Kurs besteht aus dem Einführungstag und acht Blöcken verteilt auf zwei Jahre.
Die *Seminare* mit den traumaspezifischen und systemischen Inhalten sind aufgeteilt in Theorie, Vermittlung von Methoden und Selbsterfahrung (insgesamt 203 UE). Zwei *Supervisionsblöcke* mit jeweils 24 UE finden angegliedert an die Seminare im Tagungshaus in Drethem statt, ein weiteres Supervisionswochenende mit 24 UE in Lüneburg in den Räumlichkeiten des Institutes. Insgesamt umfasst die Weiterbildung mit 32 Seminar- und Supervisionstagen 275 UE.
Beide Bausteine greifen ineinander und sorgen dafür, dass Sie das Gelernte direkt in der Praxis anwenden und reflektieren können.
Die *Seminare* vermitteln Lerninhalte, Arbeitstechniken und Strategien eines auf einem Traumaverständnis basierenden Handelns in sozialen Kontexten. Sie dienen zudem auch der Reflexion und Selbsterfahrung der Teilnehmenden und tragen so zur Entwicklung einer traumabewussten Haltung in der eigenen Arbeitswelt bei.
In den *Supervisionen* nutzen die Teilnehmenden die Möglichkeit, praktische Erfahrungen aus Ihrer beruflichen Praxis in den beiden Bereichen der Traumapädagogik und der Traumafachberatung zu reflektieren. Die Supervision erfolgt in der Regel in der Gesamtgruppe mit 2 Lehrsupervisoren. Bei Bedarf kann auch eine Einzelsupervision erfolgen.
Dieser dient einer ersten Begegnung der Teilnehmenden und vermittelt ein gemeinsames Verständnis des Prozesses der Traumatisierung und eines ersten Ansatzes von Hilfe in Akutsituationen.
Wo: Lüneburg
Wann: 13. November 2026
Die Teilnehmenden erhalten eine Einführung in die Begrifflichkeiten und Konzepte der psychischen Traumatisierung sowie in die Grundlagen der Traumapädagogik.
Themen:
Wo: Seminarhaus Sophia in Drethem
Wann: 22. bis 26. Februar 2027
Dozenten: Heidrun Girrulat, Thorsten Becker
Erkennen und Verstehen der Prozesse psychischer Traumatisierung, Folgereaktionen und der daraus folgenden langfristigen Auswirkungen sowie der Diagnostik von Traumafolgestörungen bildenden Inhalt dieser Seminareinheit.
Themen:
Wo: Lüneburg
Wann: 04. bis 06. Juni 2027
Dozenten: Dr. Bettina Overkamp, Thorsten Becker
Der Fokus liegt in diesem Seminar auf der praktischen Anwendung traumapädagogischer Prinzipien und Methoden.
Themen:
Im Anschluss an die Seminarinhalte findet der 1. Supervisionsblock statt
Wo: Seminarhaus Sophia in Drethem
Wann: 06. bis 10. September 2027
Dozenten: Thorsten Becker, Heidrun Girrulat
Den Teilnehmenden erhalten Einblick in klinische Erfahrungen aus der Trauma-Therapie. Techniken zur körperlichen, psychischen und sozialen Stabilisierung traumatisierter Menschen im systemischen Zusammenwirken werden vermittelt.
Themen:
Wo: Lüneburg
Wann: 05. bis 07. November 2027
Dozenten: Dr. Harald Schickedanz, Thorsten Becker
Vertiefendes Einüben systemischer Arbeitsmethoden und deren Reflexion in Bezug auf die eigene berufliche Rolle und Biografie unter Bezugnahme auf den Kontext von Traumatisierungen.
Themen:
Wo: Lüneburg
Wann: 18. bis 20. Februar 2028
Dozenten: Heidrun Girrulat, Dr. Ruthard Stachowske, Thorsten Becker
Fallsupervisionen aus der Praxis von Traumapädagogik und Traumafachberatung zur Reflexion systemischer Perspektiven und zur Erweiterung von eigenen Handlungsmöglichkeiten. Die weiteren Themen ergeben sich aus der beruflichen Praxis der Supervisand:innen.
Supervisionsblock 2
Wo: Lüneburg
Wann: 28. bis 30. April 2028
Dozenten: Thorsten Becker, Heidrun Girrulat
In diesem Seminar geht es um ein vertiefendes Erkennen, Verstehen und Behandlung schwerer Traumafolgestörungen aufgrund von man-made-Desaster und den aktiven und passiven Gewaltstrukturen in der Gesellschaft. Im Anschluss findet der 3. Supervisionsblock statt
Themen:
Wo: Seminarhaus Sophia in Drethem
Wann: 10. bis 14. Juli 2028
Dozenten: Thorsten Becker, Heidrun Girrulat
In diesem Block erfolgen schwerpunktmäßig die für eine Zertifizierung notwendigen Vorstellungen der Projekte durch die Teilnehmenden. Zusätzliche Lerninhalt sind die Strategien zur Beendigung von Hilfeprozessen und der Weitervermittlung an andere Hilfeangebote und des damit verbundenen persönlichen und professionellen Abschieds.
Themen:
Wo: Seminarhaus Sophia in Drethem
Wann: 07. bis 10. September 2028
Dozenten: Thorsten Becker, heidrun Girrulat
Um den Teilnehmern ein umfangreiches Wissen zum Thema Traumapädagogik und praktische Fähigkeiten zu vermitteln, werden eine Vielzahl von Methoden und Ansätzen aufgezeigt.
Ein kleiner Überblick:
Seminare:
|*Methoden/Ansätze*|*Erklärung & Beispiele*|
|Vorträge, theoretischer Input|Vermittlung grundlegender und fortgeschrittener Kenntnisse zum Hauptthema und der systemischen Theorie durch erfahrene Trainer.|
|Praktische Übungen|Von der Theorie in die Praxis – das Erlernte wird in Gruppenarbeit oder im Rahmen von Übungen vertieft.|
|Selbsterfahrung|Thematisch zentriert – es gilt, eigene Erfahrungen zu reflektieren und integrieren|
|Systemische Ansätze|Dazu gehören die Verwendung systemischer Methoden wie Familienbrett, systemische Fragetechniken und Genogrammarbeit.|
|Traumaspezifische Techniken|Techniken zur Beruhigung und Stabilisierung, traumasensible Pflege, Methoden der Trauma-Landkarte|
Supervision
Reflexion der eigenen Praxis| unter Anleitung der beiden Supervisoren mit dem jeweiligen Schwerpunkt in Traumapädagogik und/oder Traumazentrierte Fachberatung
Durch die Kombination von praktischen Übungen, theoretischem Wissen und der begleitenden Supervisionsblöcke bietet diese Weiterbildung für die Traumapädagogik und traumazentrierten Fachberatung eine fundierte und praxisnahe Qualifizierung.