Strukturierung der Traumapädagogik Weiterbildung

Die Weiterbildung "Systemische Traumapädagogik und traumazentrierte Fachberatung" folgt einem gut verständlichen und klar strukturierten Aufbau. Alle Lerninhalte sind so gegliedert, dass Sie Schritt für Schritt in die wichtigsten Themen der traumabezogenen Arbeit eingeführt werden.

Der Kurs besteht aus acht Seminaren sowie begleitenden Supervisionseinheiten - verteilt auf zwei Jahre. Beide Bausteine greifen ineinander und sorgen dafür, dass Sie das Gelernte direkt in der Praxis anwenden und reflektieren können. 

 

Ein zusammenfassender Überblick über die Kursstruktur & aktuelle Termine

Seminare und Supervisionen

Die Seminare vermitteln Lerninhalte, Arbeitstechniken und Strategien eines auf einem Traumaverständnis basierenden Handelns in sozialen Kontexten. Sie dienen der Reflexion und Selbsterfahrung der Teilnehmenden und tragen so zur Entwicklung einer traumabewussten Haltung in der eigenen Arbeitswelt bei.

Die Supervisionen bieten den Teilnehmenden die Möglichkeit, praktische Erfahrungen aus Ihrer beruflichen Praxis zu reflektieren und vertiefende Übungen durchzuführen. Die Supervision erfolgt in der Regel in der Gesamtgruppe mit 2 Lehrenden. Bei Bedarf kann auch eine Einzelsupervision erfolgen.

Einführungs- und Kennenlerntag der der Weiterbildung und der Teilnehmenden

Dieser dient einer ersten Begegnung der Teilnehmenden und vermittelt ein erstes gemeinsames Verständnis des Prozesses der Traumatisierung und eines ersten Ansatzes von Hilfe in Akutsituationen.

Wo: Lüneburg

Wann: 13. November 2026

Block 1: Einführung in die Psychotraumatologie: Systemische psychosoziale Trauma-Arbeit

Die Teilnehmenden erhalten eine Einführung in die Begrifflichkeiten und Konzepte der psychischen Traumatisierung sowie in die Grundlagen der Traumapädagogik.

Themen: 

  • Begriffe und Definition der psychischen Traumatisierung
  • Unterscheidung zwischen singulären und komplexen Traumata
  • Überblick über das Modell der strukturellen Dissoziation
  • Überblick über die geschichtliche und kontextuelle Entwicklung des Arbeitsfeldes
  • Grundverständnis systemischen Arbeitens
  • Einführung in die systemisch orientierte Traumapädagogik
  • Stabilisierungsübungen

Wo: Seminarhaus Sophia in Drethem

Wann: 22. bis 26. Februar 2027

Dozenten: Heidrun Girrulat, Thorsten Becker

Block 2: Einführung in die Psychotraumatologie: Vom Erkennen zur Diagnostik

Erkennen und Verstehen der Prozesse psychischer Traumatisierung, Folgereaktionen und der daraus folgenden langfristigen Auswirkungen sowie der Diagnostik von Traumafolgestörungen bildenden Inhalt dieser Seminareinheit.

Themen:

  • Prozess der Traumaverarbeitung
  • Resilienz
  • Sekundär- und Tertiärtraumatisierung
  • Neurobiologische Prozesse
  • Grundlagen der Diagnostik von Traumafolgestörungen
  • Stabilisierungsübungen

Wo: Lüneburg

Wann: 04. bis 06. Juni 2027

Dozenten: Dr. Bettina Overkamp, Thorsten Becker

Block 3 & Supervision I: Grundlagen und Praxis der Traumapädagogik & Traumafachberatung

Der Fokus liegt in diesem Seminar auf der praktischen Anwendung traumapädagogischer Prinzipien und Methoden.

Themen: 

  • Kritische Reflexion der Basismodelle der Traumapädagogik
  •  Reflexion und Vertiefung des Umgangs mit den rechtlich relevanten Regelungen
  • Verstehen kontextuellen Handelns in Helfernetzwerken
  • Supervisionen mit Schwerpunktsetzung auf die handlungsleitenden Folgen von Traumatisierungen beim Klientel

Wo: Seminarhaus Sophia in Drethem

Wann: 06. bis 10. September 2027

Dozenten: Thorsten Becker, Heidrun Girrulat

Block 4: Die verschiedenen Ebenen psychischer Stabilisierung

Den Teilnehmenden erhalten Einblick in klinische Erfahrungen aus der Trauma-Therapie. Techniken zur körperlichen, psychischen und sozialen Stabilisierung traumatisierter Menschen im systemischen Zusammenwirken werden vermittelt.

Themen:

  • Ansätze der Traumatherapie im kontextuellen Arbeiten
  • Stabilisierungstechniken zur Selbsthilfe
  • Netzwerkarbeit
  • ergänzende Hilfesysteme

Wo: Lüneburg

Wann: 05. bis 07. November 2027

Dozenten: Dr. Harald Schickedanz, Thorsten Becker

Block 5: Systemisch-traumapädagogische Praxis und Reflexion

Vertiefendes Einüben systemischer Arbeitsmethoden und deren Reflexion in Bezug auf die eigene berufliche Rolle und Biografie unter Bezugnahme auf den Kontext von Traumatisierungen.

Themen:

  • Systemische Selbsterfahrung und Selbstwahrnehmung
  • Entwicklung eines Verständnisses der eigenen Biographie als Wirkkraft im professionellen Handeln
  • Reflexion über kontextuelles Arbeiten
  • Einführung in die ICF – International Classification of Functionality als Arbeitsinstrument

Wo: Lüneburg

Wann: 18. bis 20. Februar 2028

Dozenten: Heidrun Girrulat, Dr. Ruthard Stachowske, Thorsten Becker

Block 6 & Supervision II: Supervision in systemisch-traumazentrierter Perspektive

Fallsupervisionen aus der Praxis von Traumapädagogik und Traumafachberatungen zur Reflexion systemischer Perspektiven und zur Erweiterung von eigenen Handlungsmöglichkeiten. Die weiteren Themen ergeben sich aus der beruflichen Praxis der Supervisand:innen.

Wo: Lüneburg

Wann: 28. bis 30. April 2028

Dozenten: Thorsten Becker, Heidrun Girrulat

Block 7 & Supervision III: Dissoziative Störungen & Gewaltstrukturen

In diesem Seminar geht es um ein vertiefendes Erkennen, Verstehen und Behandlung schwerer Traumafolgestörungen aufgrund von man-made-Desaster und den aktiven und passiven Gewaltstrukturen in der Gesellschaft.

Themen: 

  • Vergessen und Erinnerung
  • Folter
  • Bewusste Beeinflussungen durch Täter:innen
  • Formen dissoziativer Störungen
  • Spezielle Therapiekonzepte zur Arbeit mit multiplen Menschen und deren Hilfesystemen
  • Organisierte und Rituelle Gewalt
  • Abwehrstrategien (in) der Öffentlichkeit

Wo: Seminarhaus Sophia in Drethem

Wann: 10. bis 14. Juli 2028

Dozenten: Thorsten Becker, Heidrun Girrulat

Block 8  & Supervision IV: Strategien der Weiterverweisung und des Abschieds/ Projektvorstellungen

In diesem Block erfolgen schwerpunktmäßig die für eine Zertifizierung notwendigen Vorstellungen der Projekte durch die Teilnehmenden. Zusätzliche Lerninhalt sind die Strategien zur Beendigung von Hilfeprozessen und der Weitervermittlung an andere Hilfeangebote und des damit verbundenen persönlichen und professionellen Abschieds.

Themen:

  • Was bedeutet helferische oder „therapeutische“ Beziehung?
  • Beendigung von Begleitungs- und Beratungsprozessen
  • Rituale des Abschiednehmens
  • Der eigene Abschied aus der Gruppe
  • Wie geht es weiter?

Wo: Lüneburg

Wann: 07. bis 10. September 2028

Dozenten: Thorsten Becker, heidrun Girrulat

Welche Methoden und Ansätze werden im Rahmen der Weiterbildung vermittelt?

Um den Teilnehmern ein umfangreiches Wissen zum Thema Traumapädagogik und praktische Fähigkeiten zu vermitteln, werden eine Vielzahl von Methoden und Ansätzen aufgezeigt.

 Ein kleiner Überblick:

Methoden/Ansätze Erklärung & Beispiele
Vorträge, theoretischer Input Vermittlung grundlegender und fortgeschrittener Kenntnisse zum Hauptthema und der systemischen Theorie durch erfahrene Trainer.
Praktische Übungen Von der Theorie in die Praxis – das Erlernte wird in Gruppenarbeit oder im Rahmen von Übungen vertieft.
Selbsterfahrung Thematisch zentriert – es gilt, eigene Erfahrungen zu reflektieren und integrieren
Systemische Ansätze Dazu gehören die Verwendung systemischer Methoden wie Familienbrett, systemische Fragetechniken und Genogrammarbeit.
Traumaspezifische Techniken Techniken zur Beruhigung und Stabilisierung, traumasensible Pflege, Methoden der Trauma-Landkarte
Supervision, Coaching Einübung von Begleittechniken, Coaching Strategien, Reflexion der eigenen Praxis

Durch die Kombination von praktischen Übungen, theoretischem Wissen und intensiver Supervision bietet diese Weiterbildung für die Traumapädagogik und traumazentrierten Fachberatung eine fundierte und praxisnahe Qualifizierung.

Termine

Kurs-Nr. Kurstitel Beginn Ende Preis
WPSTP-26 Traumapädagogik 13.11.2026 10.09.2028 3990,00 EUR pro Platz Jetzt buchen

IMFT

Das Institut wurde 1996 gegründet, um die Bedeutung der Generationen für die Lebensentwicklung – also “das Früher im Heute” wissenschaftlich begründet zu erklären.
Seit 2002 führen wir systemische Aus- und Weiterbildungen nach den Richtlinien unseres Dachverbandes der “Systemischen Gesellschaft” durch.
Seit 2013 führen wir die vom Fachverband DeGPT zertifizierte Weiterbildung “Systemische Traumapädagogik und traumazantrierte Fachberatung” durch.

Kontakt

ImFT – Institut für mehrgenerationale Forschung
und Therapie GmbH
Heiligengeiststraße 41
21335 Lüneburg

Tel. 04131/2197270
Fax: 04131/2206698
Heidrun Girrulat Mobil: 0176/32685298
Ruthard Stachowske Mobil: 0176/30417944
eMail: info_at_imft.info

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